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Kinzigtäler Jakobusweg 2025

  

  Datum Strecke Länge Gesamtlänge
1. 30.07.2025 Gengenbach - Offenburg 11 km 11 km
2. 31.07.2025 Schenkenzell - Wolfach  24 km  35 km
3. 01.08.2025 Zell am Harmersbach - Gegenbach 3 km 38 km

 

 Zum Betrachten der Bilderserie bitte auf die Miniatur klicken.


 

 

Von Gengenbach nach Offenburg (30. Juli 2025)

Kurze Vorgeschichte: eine Etappe des Kinzigtäler Jakobusweges von Loßburg nach Schenkenzell bin ich bereits mit meiner Familie im Jahre 2013 gelaufen, als wir ein paar Tage im Schwarzwald verbracht hatten. Auf Dreifach-Camino 2022 war ich auf dem Badischen und Kinzigtäler Jakobusweg und dem Elsässer Jakobsweg unterwegs. Dabei bin ich von Offenburg bis Kehl und Straßburg gelaufen.

Jetzt wurde es Zeit, den Rest zu bewältigen. Da Susanne und ich ein paar Tage frei hatten, ging es in eine schicke Ferienwohnung nach Nordrach. Von dort aus wollten wir die einzelnen Etappenorte ansteuern. Für den heutigen Anreisetag wählten wir nach dreistündiger, teilweise verregneter Fahrt bewusst den kürzesten Abschnitt von Gengenbach nach Offenburg. Nach dem Bezug der Ferienwohnung ging es direkt los. Zuerst den Pilgerstempel in der Tourist-Info abgeholt und danach das Auto nahe dem Bahnhof geparkt.

Der Jakobsweg führte uns zunächst auf dem Hochwasserschutzdamm entlang der Kinzig - schnurgeradeaus. Noch war der Himmel bedeckt, aber die Sonne lugte immer öfter zwischen den Lücken in der Wolkendecke hervor. Nach gut zwei Kilometer verließen wir den Damm und mussten eine Brücke umlaufen. Die Markierungen führten uns danach allerdings anders, als es der originale GPS-Track vorgab. Der Pilgerführer beschrieb allerdings den markierten Weg. Wir folgten also den Wegzeichen und passierten das Imkerhaus Kinzigtal mit Infotafeln und einem großen Insektenhotel. Direkt dahinter befand sich der Ohlsbacher Sole-Mineralbrunnen mit einer Wassertretstelle. Heute wie auch an allen Mittwochen wird dort zum Grillen eingeladen. Der Weg führte hier durch Äcker, außerdem wird hier viel Obst angebaut, hauptsächlich Äpfel und Birnen.

Rechts von uns erhob sich das Ortenberger Schloss, das seine Ursprünge im 11./12. Jahrhundert, aber im englischen Stil Mitte des 19. Jahrhunderts sein heutiges Aussehen erhielt. Heute befindet sich in dem Schloss eine Jugendherberge. Wir entfernten uns wieder von der Kinzig und umgingen eine große Ausgleichsfläche, wo ich leckere Mirabellen pflücken konnte. An einer Staustufe teilte sich die Kinzig und wir folgten nach rechts abzweigend dem Mühlbach, der uns auf den letzten Metern bis nach Offenburg begleitete. Sn einer ausgestellten Dampflokomotive verließen wir den Kinzigtäler Jakobsweg und marschierten ins Stadtzentrum zur Kreuzkirche, wo wir auf meinen Weg von 2022 stießen. Mit der Bahn ging es wieder zurück nach Gengenbach - ohne Verspätung.

   

 

  

 

Von Schenkenzell nach Wolfach (31. Juli 2025)

Für den heutigen Tag hatten wir uns die zweite Etappe des Kinzigtäler Jakobusweges vorgenommen. Mit der Bahn ging es nach Schenkenzell, dem Startort. Hier endete 2013 unsere bisher einzige Etappe dieses Caminos. Von Beginn an ging es zunächst entlang der Kleinen Kinzig stetig leicht aufwärts. An einem Bauernhof bellt uns zunächst ein Hund an (der zum Glück angeleint ist), aber wesentlicher ist der Verlust der Markierungszeichen. Diese haben uns um den Hof herumgeführt, wo es steil aufwärts ging. Mein GPS-Track zeigte zwar etwas anderes an, aber es gab nichts anderes. Wir entschieden uns für die Fortsetzung des eingeschlagenen Weges, der uns letztendlich am Gallenbach wieder abwärts zum eigentlichen Jakobsweg brachte.

Unser erstes Ziel war das ehemalige Klarissenkloster Wittichen mit seiner Kirche, gegründet 1324. Die Straße führte inzwischen durch den erhaltenen Langbau des Klosters - eine Besonderheit. Wunderschöne, mit Fresken verzierte Holzvertäfelungen zieren die Decke der Kirche und einen Stempel gibt es auch. Wir folgten weiter der Dorfstraße aufwärts und fanden bei den letzten Häusern in einem Brunnen einen natürlichen Kühlschrank mit Getränken vor. Kurz darauf machten wir eine erste Rast, bevor es weiter steil aufwärts ging.

Bei der Salzlecke, wo auch eine Hütte steht, hatten wir bereits eine Höhe von 760 m erreicht. Das war aber noch nicht alles. Es folgte ein Trampelpfad durch den verwunschenen Wald, der mal breit, aber meistens fast zugewachsen war. Kurz bevor wir den Teufelsstein erreichten, begann es zu regnen. Da hat sich das Böse wohl gedacht, den beiden zeige ich es mal. Wir bekämpften den leichten Regen mit Schirmen und am Teufelsstein war der Spuk schon wieder vorbei. Unsere Waffen waren wohl doch zu überlegen. Jetzt dauerte es nicht mehr lange, bis wir in St. Roman eintrafen. Ein kurzer Blick in die Wallfahrtskirche und weiter zum Hotel Adler, es den Pilgerstempel gab. Ergänzt wurde der Stempel durch ein Heißgetränk und ein Stück Kuchen.

Zunächst ging es wieder aufwärts, an weiteren Höfen und einem Cruz de Ferro vorbei und dann in den dunklen Schwarzwald hinein. Dieser Abschnitt hatte es in sich. Es ging steil abwärts auf sehr weichem, schlammigen Untergrund, in dem wir sehr eindeutige Spuren hinterließen. Danach war erst einmal Reinigen der Schuhe im Bach und im Gras angesagt. Weiter auf Asphalt, bis wir endlich wieder die Kinzig erreichten, die wir letztendlich überquerten. Hier waren die Markierungen noch ein weiteres Mal etwas undeutlich. Verschiedene Zeichen zeigten nach links und geradeaus. Wir entschieden uns, weiter entlang der Kinzig das letzte Stück nach Wolfach zu gehen und nicht noch einmal aufwärts durch den Wald. Um 16:15 Uhr standen wir vor dem Rathaus, holten kurz vor Ende der Öffnungszeit noch einen Stempel und eilten zum Bahnhof. Das war gutes Timing, denn wenige Minuten später traf ein Zug in Richtung Biberach ein, wo wir am Vormittag unser Auto abgestellt hatten.

   

 

  

 

Von Zell am Harmersbach nach Gengenbach (1. August 2025)

Ja, richtig gelesen. Die heutige Strecke auf dem Kinzigtäler Jakobusweg dauerte nur eine knappe Stunde, dann mussten wir wegen Gewitter abbrechen. Start war an der Wallfahrtskirche Maria in den Ketten. Dort wollte ich mir den Pilgerstempel holen, den ich im Oktober 2018 für das Kapuzinerkloster entworfen hatte. Der Orden hat 2023 das Kloster verlassen und es folgten zwei Menoriten-Franziskaner, die sich um die Wallfahrt kümmern. am Schriftenstand gab es eine Information, dass der Stempel bereits dreimal gestohlen wurde. Das kommt mir von unseren Wegen bekannt vor. Jetzt gibt es den Stempel an der Klosterpforte und im Buchladen gegenüber der Kirche.

Zunächst zog es uns durch Zell, an der Stadtkirche und am Friedhof vorbei ins freie Feld. Schon nach zwei Kilometern sorgte eine geradeaus zeigende Markierung für Verwirrung, denn eigentlich ging es nach links weiter an einer Wassertretanlage und einem Radiumbrunnen vorbei. Inzwischen verfinsterte sich der Himmel und erste Donner waren nicht weit entfernt zu hören. Als wir den Wald verließen fing es an, stark zu regnen, das Gewitter wurde auch stärker. So entschieden wir uns, die heutige Etappe abzubrechen und auf dem kürzesten Weg nach Zell zurückzukehren. Dabei kamen wir an der Stadtkirche vorbei und warfen sich dort einen Blick herein. Ob es möglich sein wird, die nächsten zwei Tage noch einmal auf den Jakobsweg zu gehen, wird das Wetter entscheiden. Es sieht aktuell nicht danach aus.

   

 

  


 

 

 

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